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Zwei Modelle: Eine für weiter stark von Corona betroffene Firmen wie Stadthotellerie und Luftfahrt, eine weitere für alle anderen.

“Das Ziel ist, morgen eine Einigung herbeizuführen.” Das betonte Arbeitsminister Martin Kocher bereits vergangene Woche zur Zukunft der Corona-Kurzarbeit in Österreich nach einem Arbeitsmarktgipfel mit den Sozialpartnern. Die noch gültige Variante läuft bereits Ende Juni aus, die Firmen bräuchten nun Planungssicherheit, sagt Kocher.

Heute kündigte die Bundesregierung einen Termin zur Zukunft der Kurzarbeit an. Zwischen der Aufrechterhaltung der Kurzarbeit für besonders stark betroffene Betrieben und einem Ausstieg daraus, wird nach einer Lösung gesucht. Erst vor Kurzem wurden zwei Modelle verdichtet: Eines für Nachgastronomie und das andere für alle anderen Bereiche mit einem Selbstbehalt für Betriebe.

Übergangsmodell:
Derzeit seien elf Milliarde für Kurzarbeit von der Bundesregierung zugesagt und acht Milliarden davon ausbezahlt worden. Bis Jahresende nützen das aktuelle Kurzarbeitsmodell mit 50 Prozent Ausfall. Für andere kommt ein „Übergangsmodell“. Laut Kocher soll dies bis zum Sommer 2022 gelten. Die Variante soll am 1.Juli starten, weiteres soll die Förderhöhe 85 Prozent betragen. Dabei kann die Arbeitszeit auf maximal 50 Prozent reduziert werden, sagt der Arbeitsminister. Wer im Vergleich zum Quartal 3 2019 aber einen Ausfall von wenigstens 50 Prozent hat, soll auf die bisherige Variante setzen können: Soziale Beihilfen für bis zu 0 Prozent Arbeitszeit.

Mit den neuen Modellen bekämen auch die Firmen, die derzeit einen “längeren Atem” brauchen würden, Planungssicherheit, sagt Mahrer. Wie viele Firmen die neue oder bisherige Variante nutzen werden, ließe sich noch nicht abschätzen, sagt Kocher. Er gehe davon aus, dass sich rund 120.000 Personen am Ende des Sommers noch in Kurzarbeit befinden würden.