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Mit dem Auftreten der Coronavirus-Pandemie kam gleichzeitig eine Vielzahl an Gerüchten und Theorien ans Licht. Dabei werden vor allem auf sozialen Medien laufend neue Verschwörungstheorien verbreitet. In den letzten Tagen sorgte dabei ein neuer Mythos für Furore. Befinden sich etwa schwarze Würmer in den Masken oder sind diese gar mit Ethylenoxid verseucht?

Auf Sozialen Medien ist eine Vielzahl an Videobeiträgen zu finden, die über „eigenartige, an schwarze Würmer erinnernde Substanzen“ in FFP2-Masken berichten.

Dabei werden die Tupfer von Teststäbchen und FFP2-Masken mikroskopisch „untersucht“: Unter einem Mikroskop zeigen sich bei näherer Betrachtung der Tupfer und Masken in verschiedenen Videos angeblich kleine schwarze Würmer, die sich bewegen.

WissenschaftlerInnen, die sich das Video angesehen haben, berichtigen die Falschaussagen und meinen, es handle sich nicht um schwarze Würmer, Roboter oder Metallfäden, sondern lediglich um Stofffasern, von denen keine nachweisliche Gesundheitsgefahr ausgeht. Sie bewegen sich nicht von selbst, sondern durch elektrostatische Aufladung oder den Luftzug. Eine detailliertere Beschreibung ist unter folgendem Link verfügbar.

Wie gefährlich ist Ethylenoxid in FFP2-Masken?

Ethylenoxid wird zur Sterilisation von Wattestäbchen verwendet und steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Der Forensiker und Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke erläutert, dass Wattestäbchen und Tupfer nach der Herstellung sterilisiert werden, indem Ethylenoxidgas verwendet wird, um etwaige Keime, Viren und Bakterien abzutöten. Ethylenoxid ist tatsächlich giftig und krebserregend, wenn es eingeatmet wird. Symptome einer solchen Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis hin zu Koma. Eines gilt jedoch als gesichert: Der Sterilisationsprozess wird streng kontrolliert, um sicherzustellen, dass alle verbleibenden Rückstände ungefährlich für den Menschen sind.