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Es wurde bereits länger gefordert, am Mittwoch hat der Gesundheitsausschuss es  schließlich fixiert: Den Corona-Bonus für Gesundheitsberufe in der Höhe von 500 Euro.

Um die außerordentlichen Leistungen während der Corona-Pandemie zu belohnen, erhalten ÄrztInnen, die in einem Spital arbeiten, sowie Personen in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen und Betreuungs- und Pflegepersonal im mobilen, stationären und teilstationären Bereich einen finanziellen Bonus in der Höhe von durchschnittlich 500 Euro. Mit diesem steuerfreien Bonus will die Regierung den Ärzten und Pflegern für ihren Einsatz danken. Rund 190.000 Bedienstete sollen davon profitieren.

Am Dienstag wurden die dafür notwendigen Änderungen im Pflegefonds- und COVID-19-Zweckzuschussgesetz im Gesundheitsausschuss mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und FPÖ beschlossen. Kritik kam unterdessen von der SPÖ und der Gewerkschaft. Die SPÖ bemängelte, dass viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmer vergessen wurden. Auch die Gewerkschaft kritisierte das Vorgehen. Viele andere Angestellte würden sich nun übergangen fühlen.

In den letzten Monaten sei oft von „Heldinnen und Helden der Krise“ die Rede gewesen, so der Abgeordnete Philip Kucher (SPÖ). Wenn es aber um finanzielle Unterstützungen gehe, werde oft auf genau jene Menschen vergessen, die monatelang unter erschwerten Bedingungen gearbeitet haben. Etwa etwa ZivildienerInnen, SanitäterInnen im Rettungsdienst, ArzthelferInnen oder Reinigungskräfte auf Corona-Stationen. Kucher fordert daher die Regierung dazu auf, auch jene Personengruppen in die Maßnahme einzubeziehen.

„Kleine Wertschätzung”

Der GrünenAbgeordnete Markus Koza sprach unterdessen von einer „kleinen Wertschätzung“ für all jene Personen, die im letzten Jahr in den Krankenstationen Enormes geleistet haben. Das Gesetz schließe natürlich nicht aus, dass die einzelnen Länder und Unternehmen den Bonus noch aufstocken. Daher würde Koza auch die Kritik der Opposition nicht nachvollziehen können. Bezüglich einer Erweiterung des Personenkreises zeigte er sich aber offen.

Quellen und Links:

„Heute“-Artikel