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Die EMA hat dem Schweizer Pharmakonzern Roche die Zulassung für das Medikament RoActemra erteilt, das künftig zur Behandlung des Coronavirus eingesetzt werden kann.

Nur einen Tag nach der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) erhielt Roche die EMA-Zulassung für ihr Medikament RoActemra (Tocilizumab), damit dieses Medikament künftig bei Patienten zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen der rheumatoiden Arthritis, systemische juvenile idiopathische Arthritis, juvenile idiopathische Polyarthritis, Riesenzellarteriitis und Cytokin-Release-Syndrom (CRS) eingesetzt werden kann.

Reduziertes Sterberisiko

Die Entscheidung der Europäischen Kommission folgte einer Bewertung durch den CHMP, der die Ergebnisse von vier Studien mit Actemra / RoActemra an mehr als 5.500 Patienten mit schwerem oder kritischem Coronavirus überprüfte. Dies schließt Patienten ein, die mit diesem Arzneimittel behandelt wurden und die aufgrund des Krankheitsverlaufs zusätzlichen Sauerstoff oder eine mechanische Beatmung benötigen und einen hohen Gehalt an C-reaktivem Protein im Blut haben (was auf eine Entzündung hinweist).

Studien haben daher gezeigt, dass die Behandlung mit RoActemra, das durch Infusion in den Körper injiziert wird, das Sterberisiko verringert.

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