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Ab Mittwoch gibt es in Österreichs Impfstraßen erstmals eine eigene Kinder-Impfung von Biontech/Pfizer. Was ist an dieser anders und was wurde bisher verimpft? Hier lest ihr alle Infos.

Bisher wurden in Österreich schon rund 85.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Rund 20 Prozent davon in Wien und Niederösterreich. Alleine in der Bundeshauptstadt sind laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bisher 30.190 Impfungen an unter 12-Jährige verabreicht worden. Bisher wurden all diese Kinder mit einem Drittel der „Erwachsenen-Impfdosis“ der Vakzine von Biontech/Pfizer geimpft. Doch ab dem morgigen Mittwoch gibt es österreichweit eigens hergestellte 258.000 „Kinder-Dosen“ von Biontech/Pfizer.

Gleicher Wirkstoff, andere Verabreichungsmenge

Wie bereits gesagt, wurde bisher der Corona-Impfstoff verdünnt und so an die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Doch nun gibt es eigene Kinderimpfstoffe, um die hohe Nachfrage noch besser decken zu können, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) in einem Statement.

Das Biontech/Pfizer-Vakzin wurde in einer entsprechenden Verdünnung nun so angepasst, dass die für Kinder vorgesehene Dosis von zehn Mikrogramm (0,1 Milliliter) leichter verabreicht werden kann. In Wien werden die speziellen Impfdosen bereits ab Mittwoch zur Verfügung stehen und zwar in den Impfstellen Karmelitergasse, TownTown, Schöpfwerk, Gasgasse, Martinstraße, Wassermanngasse, Schrödingerplatz, Brigittenauer Bad, Amalienbad, Theresienbad sowie im Austria Center.



Impfreaktionen ähnlich wie bei Erwachsenen

Wie der Leiter des Impfreferats der österreichischen Ärztekammer, Rudolf Schmitzberger, betont, sind die Impf-Reaktionen von Kindern unter 12 Jahren ähnlich wie bei Jugendlichen und Erwachsenen: So könne es zu Kopfschmerzen, leichten Temperaturanstiegen und Schmerzen an der Einstichstelle kommen. Wichtig sei es, dass sich Kinder nach der Impfung eine Woche lang körperlich schonen. „Dann kann man sicher sein, dass die Impfung gut vertragen wird“, so Schmitzberger.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte bereits am 25. November grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben. Das Nationale Impfgremium (NIG) in Österreich folgte dieser Empfehlung noch am selben Tag. In den Impfstraßen würden die Ärzte sich zudem ausreichend Zeit für Fragen der Eltern und Kinder nehmen, meint Schmitzberger: „Ich glaube es ist wichtig, dass man Ängste und Sorgen beseitigt.“

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