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Der Lockdown für alle ungeimpften Personen in Österreich trat am 15. November um Mitternacht in Kraft und wird nach Angaben der zuständigen Behörden die Bewegungsfreiheit von rund 2 Millionen Menschen einschränken.

Aufgrund der Überlastung der Intensivstationen, auf welchen derzeit knapp 600 Menschen behandelt werden, und der großen Zahl der täglichen Neuinfektionen hat die österreichische Regierung beschlossen, die Bewegungsfreiheit aller Personen über 12 Jahren, die keinen 2G-Nachweis haben, bis bis zum 24. November einzuschränken.

Wann gilt die Ausgangsbeschränkung und wer ist davon ausgenommen?

Jede Person, die keinen gültigen vollständigen Impfausweis oder den Genesungsnachweis, dass sie in den letzten 180 Tagen mit dem Coronavirus infiziert war, hat, ist von der Ausgangsbeschränkung betroffen.

Personen, die nur eine Dosis des Impfstoffs erhalten haben, können sich mit einem negativen PCR-Test frei bewegen.

Folgende Personen können von der neuen Ausgangsbeschränkung ausgenommen werden, wenn sie:

  • Unter 12 sind;
  • schwanger sind;
  • oder wenn sie aufgrund ihres Gesundheitszustands den Impfstoff nicht bekommen können.


Am Arbeitsplatz gilt weiterhin die 3G-Regel, während 2,5G in besonders sensiblen Bereichen wie Pflegeheime, Unterkünfte für Menschen mit Behinderungen, Krankenhäuser und mobile Pflege Anwendung findet.

Über die Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern sollen die zuständigen Behörden informiert werden.

Wann dürfen sich die Ungeimpften bewegen?

Wie der Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein darauf hingewiesen haben, können Personen, die keinen 2G-Nachweis besitzen, ihre Wohnung nur aus folgenden Gründen verlassen:

  • im Fall notwendiger, alltäglicher Tätigkeiten, wie zum Beispiel der Einkauf von Grundnahrungsmitteln in Supermärkten, Drogerien, Apotheken. Ungeimpfte können sich auch an Post, Tabakläden, Auto- und Fahrraddienste, Banken und Rechtsvertreter wenden;
  • Arbeit und Bildung;
  • Betreuung und Hilfeleistung für hilfsbedürftige Menschen;
  • zur Ausübung von Familienrechten und -pflichten gegenüber nahen Verwandten;
  • Ausübung des Rechts auf Gesundheitsversorgung, einschließlich Impfung und CoV-Test;
  • körperliche und geistige Erholung im Freien;
  • Befriedigung grundlegender religiöser Bedürfnisse;
  • Tierschutz;
  • dringende Besuche bei staatlichen Einrichtungen;
  • Teilnahme an Wahlen und Ausübung demokratischer Instrumente;
  • zur Vermeidung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum.

Polizeibeamte werden Kontrollen an öffentlichen Orten durchführen. Die Geldstrafen für Verstöße gegen die vorgeschriebenen Maßnahmen werden 500 Euro betragen, während Personen, die sich weigern, bei der Kontrolle zu kooperieren, 1.450 Euro zahlen müssen.

Wo ist das Tragen von FFP2-Masken notwendig?

FFP2-Masken müssen überall dort getragen werden, wo ein 2G-Nachweis nicht erforderlich ist. Es bedeutet insbesondere:

  • in allen Geschäften;
  • im öffentlichen Verkehr;
  • in Museen und Bibliotheken.

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