FOTO: iStockphoto

Israelische Forscher haben einen Faktor ausgemacht, der die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs um das 14-fache erhöht: Vitamin-D-Mangel.  

Schon länger wird in Fachkreisen vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen einem schweren Covid-19-Verlauf und einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel gibt. Ein Forscherteam aus Israel hat das näher unter die Lupe genommen und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Wer ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit, schwer an Covid-19, bzw. der aktuellen Omikron-Variante zu erkranken oder gar zu sterben.

Studie: Vitamin-D-Haushalt von 1.176 Patienten untersucht

Forscher der Bar-Ilan University und des Galilee Medical Center durchsuchten Aufzeichnungen über den Vitamin-D-Spiegel von 1.176 Patienten, die zwischen April 2020 und Februar 2021 mit positiven PCR-Tests ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Bei diesen hatte man bereits im Vorhinein (zwei Jahre bis zwei Wochen vor der Infektion) den Vitamin-D-Haushalt gemessen.

Anschließend untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Krankheitsverlauf der jeweiligen Patienten. Die Ergebnisse sprachen eine eindeutige Sprache: Personen mit Vitamin-D-Mangel (weniger als 20 ng/ml) hatten eine 14-mal höhere Wahrscheinlichkeit eines schweren oder kritischen Covid-Verlaufs als Patienten mit mehr als 40 ng/ml.



Vitamin-D auch Einfluss auf Sterblichkeit

Die Studie zeigte ebenfalls, dass die Sterblichkeit bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel 25,6 Prozent betrug – im Gegensatz zu 2,3 Prozent Sterblichkeitsrate bei Patienten mit ausreichendem Vitamin-D-Spiegel.

Die Ergebnisse wurden auf die Faktoren Alter, Geschlecht, Jahreszeit und chronischen Krankheiten hin angepasst, blieben jedoch durchwegs ähnlich: Sie hoben allesamt hervor, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel erheblich zur Schwere von Delta, Omikron und vermutlich auch kommender Varianten beiträgt.

Quelle: fitbook.de

Vorheriger ArtikelVerschiebung vom Impfpflicht-Ende
Nächster ArtikelNeue Einreisebestimmungen in Österreich