FOTOS: Screenshot/Facebook, ORF

Erst seit Samstag ist die Impfpflicht offiziell in Kraft. Doch schon jetzt wird sie von Experten in Frage gestellt.

In der ORF-Sendung “Niederösterreich heute” erklärt der Virologe, weshalb die Impfpflicht in dieser Form nicht mehr wirklich notwendig sei: „Das Impfpflichtgesetz wurde initiiert, als wir die Delta-Welle hatten, und damals war es durchaus gerechtfertigt, weil unsere Spitäler absolut am Anschlag waren“, erklärt Nowotny. Mittlerweile sei dies laut dem Experten jedoch nicht mehr der Fall, denn durch die Omikron-Variante gäbe es einen leichteren klinischen Verlauf. Daher sei auch eine Impfpflicht in dieser Form „nicht mehr nötig“.

Stattdessen plädiert Nowotny dafür, nur Teile der Impfpflicht in Kraft zu lassen: „Die Aufklärung sollte als Teil 1, meiner Ansicht nach, bleiben. Teil 2 und 3, wo es auch um Strafen geht, sollte man auf Eis legen – und zwar für den Fall, dass im Herbst doch noch eine bösartigere Variante kommen sollte, wovon ich aber nicht ausgehe.“



Impfpflicht zu früh

Der Virologe betonte zudem, dass die Impfpflicht für ihn auch zu früh komme, man sollte noch auf weitere Impfstoffe warten. Stattdessen gehe es nun darum, „dass wir Gräben wieder zuschütten und Brücken bauen“. Nowotny ist davon überzeugt, dass dieser Schritt in der Bevölkerung nun sehr wichtig wäre

„Ich bin der Meinung, dass wir mit der Impfpflicht noch warten sollten bis die beiden alternativen Impfstoffe von Novavax und Valneva zugelassen sind und zur Verfügung stehen, denn ich kenne sehr viele Menschen, die auf diese alternative Impfstoffe warten und man sollte diesen Menschen die Möglichkeit dazu geben“, so Nowotny gegenüber ORF Niederösterreich.

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