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Auf sozialen Medien kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte, dass Stäbchen in den Corona-Schnelltests krebserregend seien.

Ethylenoxid wird zur Sterilisation von Teststäbchen verwendet. Im Internet kursiert die Info, die Tupfer der Teststäbchen seien mit Ethylenoxid beschichtet und daher krebserregend.

Fakt ist, dass Ethylenoxidgas Viren und Pilze abtötet, indem die Teststäbchen und Tupfer nach der Produktion sterilisiert werden. Ethylenoxid ist tatsächlich krebserregend, wenn es eingeatmet wird. Die Sterilisation von Teststäbchen unterliegt jedoch strengen Kontrollen um sicherzustellen, dass für Menschen keine Gefahr besteht. Daher besteht keinerlei Grund zur Sorge, denn das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ist extrem unwahrscheinlich.



Der Prozess der Sterilisation funktioniert wie folgt: Die Teststäbchen kommen in eine Vakuumkammer. Dann wird die Luft abgesaugt und entweder pures Ethylenoxid oder in einer Mischung mit Kohlendioxid in eine Kammer gegeben. So werden möglicherweise vorhandene Bakterien, Viren und Pilze abgetötet und die Stäbchen steril gemacht. Danach erfolgt der entscheidende Schritt: das Ethylenoxid wird abgesaugt, sodass Vakuum entsteht. Etwaige Reste werden durch Anwendung von Stickstoff entfernt. Somit sind die Stäbchen als sehr sicher einzustufen.


Schon seit Jahrzehnten wird Ethylenoxid zur Sterilisation von Medizinprodukten weltweit verwendet.


Laut aktuellen Studien gibt es keine Hinweise darauf, dass die Belastung durch Ethylenoxid über den international festgelegten Grenzwerten liegt. Somit kann festgehalten werden, dass die Verwendung von Teststäbchen die Gesundheit keineswegs gefährdet.