FOTO: iStockphoto

Insofern sich Arbeitsplatz jemand mit dem Coronavirus infiziert, müssen Geimpfte laut weiterarbeiten. Da das Risiko einer Infektion bei Ungeimpften als höher eingestuft wird, müssen diese in Quarantäne.

Diese Regelung sorgt nun für heftige Diskussionen sowohl in der Politik als auch Wirtschaft. Einige Bundesländer in Deutschland sind nicht mehr Willens, den Verdienstausfälle während der Quarantäne zu zahlen. Wie hierzulande müssen Geimpfte, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte nicht in Isolation – Ungeimpfte jedoch für bis zu 14 Tage. „Jeder hat die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wer freiwillig darauf verzichtet, hat keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung“, wird in Deutschland argumentiert.



Sowohl die Wirtschaftskammer als auch die NEOS finden Gefallen an der deutschen Härte. „Wenn im Betrieb ein Infektionsfall auftritt, muss der Geimpfte weiterarbeiten, während der Ungeimpfte in Quarantäne geht“, so Wirtschaftskammerchef Harald Mahrer. Die Regelung sei nicht fair sowohl für die Arbeitnehmer als auch -geber.

NEOS-Wirtschafts- und Gesundheitssprecher Gerald Loacker findet ähnlich harte Worte. „Keine der Maßnahmen in diesem eigenartigen Stufenplan leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Impfquote“, kommentierte er den neuen Corona-Maßnahmenplan der Bundesregierung.

Er vermisst Verschärfungen für Ungeimpfte. Loacker meint, dass man sich aufgrund des Wahlkampfes in Oberösterreich vor „davor drücke wirksame Maßnahmen umzusetzen, zum Beispiel die Tests kostenpflichtig zu machen“. Dies werde seiner Meinung nach hierzulande genauso kommen wie in der Schweiz und in Deutschland.