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Auf Grundlage des seit 1973 bestehenden Impfschadengesetzes haftet die Republik Österreich für Impfschäden. Das Impfschadengesetz ist auch bei der Coronavirus-Impfung anwendbar.

Gleichwohl die Coronavirus-Impfung als sehr sicher einzustufen ist, können in Einzelfällen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. In diesem Fall muss unverzüglich das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) kontaktiert werden.

Ob Anspruch auf Entschädigung besteht, muss per Kausalitätsnachweis nachgewiesen werden. In erster Linie muss dabei geklärt werden, ob der Impfstoff auf dem Territorium der Republik Österreich verabreicht wurde. Falls dies zutrifft, haben im Falle von unerwünschten Nebenwirkungen nicht nur ÖsterreicherInnen, sondern auch Fremde Anspruch auf Entschädigung.

Im Falle von Impfschäden spielt die Beurteilung des Schadensausmaßes eine zentrale Rolle.  Gewisse Symptome, wie Fieber oder Übelkeit, sind übliche Nebenwirkungen auf die Impfung. In diesem Falle besteht kein Anspruch auf Entschädigung. Zudem ist der Zeitrahmen zu beachten, in dem Nebenwirkungen auftreten. Falls Betroffene erst 6 bis 8 Wochen nach der Impfung über Beschwerden klagen, kann unter Umständen kein direkter Zusammenhang mehr hergestellt werden.

Welche Ansprüche sind nach dem Impfschadengesetz vorgesehen?

  • Ersatz der Behandlungs- und Rehabilitationskosten
  • Beschädigtenrente
  • Auszahlung einer einmaligen Entschädigung im Falle schwerer Körperverletzung.

Neben direkt Betroffenen sind ÄrztInnen, PharmazeutInnen und sonstiges medizinisches Personal dazu verpflichtet, bei etwaigen Nebenwirkungen unverzüglich das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zu kontaktieren. Weiterführende Informationen können unter der Telefonnummer 0800 555 621 oder unter folgendem Link eingeholt werden.

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